Die härteste Zeit meines Läuferlebens

Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass mein letzter Post bereits ganze vier Wochen her ist. Damals war ich mir ziemlich sicher, dass ich bis heute zumindest wieder täglich locker laufe. Nach einem Gespräch mit meinem guten Freund Julian Flügel habe ich allerdings vor zwei Wochen schwersten Herzens entschieden komplett auf Radfahren, Crosstrainer und Laufen zu verzichten, um meine Sehne komplett heilen zu lassen. Julian hatte 2012/2013 ein ganzes Jahr mit dem Läuferknie zu kämpfen und erst nachdem er der Sehne, während eines vierwöchigen Südamerika-Urlaubs komplette Ruhe gegeben hatte, konnte er wieder schmerzfrei laufen.

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Foto by Markus Herkert

Die ersten Tage nach der Entscheidung war ich unfassbar frustriert, da man absolut keine Sicherheit hat, dass die mechanische Ursache  anschließend behoben ist. Wenn mein Krafttraining des Rumpfbereichs und der Beckenstabilisatoren sowie die Dehnung des ITB nicht anschlägt, wird die Reizung von neuem entstehen und ich muss ggf. sogar über den schlimmsten Falle, einer Operation, nachdenken.

Foto by Markus Herkert

Während ich schon längst nicht mehr an Bestzeiten, Medaillen und Preisgelder denke, fehlt mir aktuell das einfache, simple, wunderschöne Laufen so unglaublich.

Um etwas Positives aus der aktuellen Situation zu machen, habe ich begonnen Schwimmstunden zu nehmen. Ich liebe Wettkampfsport und möchte mich auch nach meiner Karriere als Läufer, die hoffentlich erst 2024 zu Ende ist, sportlich im Triathlon messen. Im Wasser kann ich mich definitiv in Demut üben, da ich nicht sonderlich talentiert bin und selbst die kleinsten Erfolge hart erarbeitet werden müssen.

Bitte betet für mich, dass ich bald wieder das machen darf, was ich am Allerliebsten mache.

Foto by Markus Herkert